16.11.18

FLASHBACKS



Ein Flashback (englisch, blitz(artig) zurück, sinngemäß übersetzt etwa Wiedererleben oder Nachhallerinnerung) ist ein psychologisches Phänomen, welches durch einen Schlüsselreiz hervorgerufen wird. Die betroffene Person hat dann ein plötzliches, für gewöhnlich kraftvolles Wiedererleben eines vergangenen Erlebnisses oder früherer Gefühlszustände. Diese Erinnerungen können von jeder vorstellbaren Gefühlsart sein. [Wikipedia]
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Wenn die Erinnerungen an ihn/uns zurückkommen, nenn' ich das Flashback. Ich hasse sie. Sie zeigen mir mein Scheitern auf, das, was ich hatte und nicht halten konnte, das, was ich hätte haben können, ich aber von geflüchtet bin. 

Du siehst zum Beispiel eine Schaukel und erinnerst dich daran, wie ihr auf einer anderen Schaukel diesen Moment hattet. Oder du siehst eine glückliche Familie und erinnerst dich an eure gemeinsamen Träume diesbezüglich. Oder es geht um einen eurer Geburtstage und nun hast du einfach nichts mehr damit zu tun. Erinnerst dich aber daran, was du ihm dieses Jahr eigentlich hättest schenken wollen...

Flashbacks sind hässlich und enden immer in einer Abwärtsspirale. Einem Schwall an Fragen, Hass gegenüber mir und ihm, aber vor allem einem Schwall an Gefühlen, die meistens so heftig sind, dass ich unkontrolliert anfange zu weinen - ob das nun passend ist oder nicht (und lasst mich euch sagen, es ist meistens total unpassend. Heulend in einer Bar zu sitzen, während dein Gegenüber keine Ahnung hat, was jetzt gerade abgeht, ist dezent unangemessen und peinlich). Habe den Dreh noch nicht raus, als das ich es kontrollieren könnte.

Wie lange hält das an? Wird das jemals aufhören?

13.11.18

GYPSY GIRL COLLECTION BY JACKO WUSCH



In wenigen Wochen habe ich Geburtstag. Den ersten, der näher an der 3 als an der 2 ist. Um meinen Stresspegel diesbezüglich etwas zu besänftigen, habe ich mir vorab selbst ein Geburtstagsgeschenk gegönnt. #mangönntsichjasonstnichts

Angetan hat es mir die neue Schmuckkollektion von der Youtuberin Jacko Wusch mit dem Namen "Gypsy Girl". Inspirationsquelle dafür war die Disneyfigur "Esmeralda" aus "der Glöckner von Notre-Dame". Durch meine Adern fliesst ja bekanntlich Disney-Blut, deshalb klar, dass mich diese Kollektion interessiert.

Jedes Stück wird von Hand extra für dich hergestellt. Du kannst die Anhänger einzeln oder zusammen mit der Kette kaufen. Die Länge der Kette wie auch die Beschaffenheit des Materials ist wählbar. Ein Ring gehört ebenfalls noch zur Kollektion.

Die Idee dahinter, die Message und der gute Zweck haben mich nebst dem wichtigsten - dem Design - mehr als überzeugt, weshalb ich mir direkt zwei Ketten (die mit den Herzen) in den Warenkorb gepackt habe. 

"Die Stücke dieser Kollektion symbolisieren eine Entscheidung: Die Entscheidung, für diejenigen einzustehen, die keine Stimme haben. Für all diejenigen möchte ich eine Esmeralda sein. Und ich weiß genau, da draußen sind noch eine Menge mehr Esmeraldas, die bereit sind ihre Stimme zu leihen. Auf dass dieser Schmuck dich immer daran erinnern wird, dass Liebe und Mitgefühl der Schlüssel zu allem sind." [Jacko Wusch]

Die einzelnen Bedeutungen der Motive erklärt Jacko auf ihrem aktuellen Youtube-Video nochmals genauer. 

10 % der Einnahmen gehen an den Berliner-Kältebus. Da Jacko selbst in Berlin lebt, ein wichtiges Anliegen von ihr. Jacko hat nebst dieser noch eine weitere Kollektion namens "Magic Spell". Dort gehen 10 % der Einnahmen an Animal Aid Unlimited. 

Ich freue mich so unheimlich auf meine zwei Stücke, welche ich in silver gold gewählt habe. 

In diesem Sinne, schönen Tag
Eure Lina.

12.11.18

KANNST DU "UNGETEILTE AUFMERKSAMKEIT"?


Synonyme für Aufmerksamkeit
Andacht, Anspannung, Augenmerk, Geistesgegenwart, Interesse, Konzentration, Sammlung, Wachsamkeit; Achtsamkeit, Inbrunst; Acht; Entgegenkommen, Freundlichkeit, Gefälligkeit, Höflichkeit, Liebenswürdigkeit, Ritterlichkeit, Wohlwollen, Zuvorkommenheit; Galanterie; Artigkeit

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Schon mal was von ungeteilter Aufmerksamkeit gehört? Das liegt vielleicht daran, dass es eine verdammt vergessene Geste der Wertschätzung geworden ist, die früher oftmals selbstverständlich und heute als Antwort auf die Frage "was sind deine Stärken" genannt werden darf, was, wie ich anmerken möchte, eine bedauerliche Entwicklung ist. 

Ich treffe mich mit einem mir wichtigen Menschen, um mit ihm Zeit zu verbringen. Ich nehme mir bewusst die Zeit,  um mit jemand anderem meine Zeit zu teilen. Mein Handy bleibt dabei vielfach in meinem Rucksack.  Aus Respekt. Aus Wertschätzung.

Da bist du nun und triffst dich zum Essen, schaust gemeinsam einen Film oder man unterhält sich einfach. Viel zu oft wird dabei leider die gemeinsame Interaktion durch den wiederholten Blick aufs Handy unterbrochen, oder ich erzähle/frage etwas und die andere Person ist nicht fähig, auf dem Handy zu scrollen und gleichzeitig weiterhin meinen Worten zu folgen, oder aber man wird einfach komplett beiseite gestellt und darf der anderen Person zugucken, wie sie ihr Handy bedient. Dann sitzt du einfach fünf Minuten da und bist dann wie vergessen. Wie Luft. Das schlimmste daran, ich lasse es zu. Wieso? Weil ich zu wenig Eier in meinen Stöcken habe, um meine Gefühle mitzuteilen.  Denn meistens komme ich mir dabei elendig überflüssig und gedemütigt vor.

Ich meine, for real, was soll der Scheiss? Ich fülle nebenbei ja auch nicht meine Steuern aus oder grabe mein Sudoku hervor und gestikuliere dabei das Time-out Zeichen. Einfach nur fehl am Platz und immer eine nonverbale Mitteilung an das gegenüber, ob nun bewusst oder unbewusst, gewollt oder nicht gewollt kommuniziert.

Bin ich irgend ein Film, den man nach Lust und Laune mit einem Klick auf die Stopptaste mal kurz anhalten kann, um dann kurz etwas anderes zu machen, oder noch schlimmer, ein Film, der nebenbei einfach weiterläuft, während dem es anscheinend wichtigeres gibt? Diese Prioritätensetzung ist ein absoluter downer und für mich, je nachdem welche Person solch eine Entscheidung trifft und was für eine Art Treffen das ist, sehr verletzend. Denn es ist in diesem Augenblick eine Entscheidung gegen mich. Es gibt natürlich Szenarien, da finde ich das okay. Zum Beispiel dann, wenn ich weiss, dass es für alle Beteiligten okay ist. 

Ist der abgefragte Inhalt auf dem Handy denn wirklich so wichtig? So unverzichtbar? Meine Erfahrung zeigt: Nein! Meistens wird einfach nur roboterartig durch den Instafeed gescrollt, Snapchat abgecheckt oder kurz irgendwelche Nachrichten gelesen. In den allerwenigsten Fällen geht es um eine Angelegenheit, die nicht einige Stunden warten könnte. Ich bleibe ja nicht für ewig. Es gibt also ein Zeitfenster danach. 

Ich weiss, man sollte grundsätzlich nicht von einem selbst auf andere schliessen. Mir ist auch klar, dass ich nicht von jedem das Verhalten verlangen kann, das ich in der Situation als angebracht empfinde. Doch ist dieser verdammte Knüppel so unabdingbar, dass man nicht mal für eine wertvolle Unterhaltung oder einen gemeinsamen Moment darauf verzichten kann? Die Welt geht nicht unter, wenn du nicht gerade weisst, was Person XY in deren Instastory zeigt. Glaube mir. 

Wäre ein Versuch wert...  

Kannst du "ungeteilte Aufmerksamkeit"? 

06.11.18

REIN HYPOTHETISCH


Wisst ihr was hilft? Die Dinge "rein hypothetisch" zu betrachten. 

Ich meins ernst. Das ist der Schlüssel zu allem! 

"Rein hypothetisch" bedeutet nämlich, sich einzig und allein auf den eigenen Willen, die eigenen Bedürfnisse zu fokussieren. 

Wenn du dich nämlich auf die Ebene des "rein hypothetisch" begibst, gibt es keine Grenzen oder Rahmenbedingungen. Es ist ein weisses Blatt Papier und du kannst damit anstellen, was auch immer du möchtest. Unabhängig von jeglichen finanziellen Mitteln, Möglichkeiten, Skills, Regeln, Moralvorstellungen, Rahmenbedingungen, Werten oder Grenzen - des es gibt keine. Es ist eine Welt, in der alles - und ich meine wirklich alles - möglich ist. 

Wenn du also vor einem Problem stehst, einer Entscheidung oder an einem Punkt im Leben, an dem du dich verloren fühlst, frage dich: "Rein hypothetisch... wer möchte ich sein? Was würde ich tun?"

Ich war heute spazieren und ich habe auf diese Frage ganz verblüffende Antworten gefunden. 

Rein hypothetisch würde ich nämlich gerne ins Militär oder zur Polizei gehen. Rein hypothetisch würde ich mir meinen rechten Arm komplett voll tätowieren, ich würde meinen Job künden und mich erstmal für ne Weile verpissen. Rein hypothetisch würde ich gerne ein Buch schreiben und ich würde anfangen zu  malen (ich kann absolut nicht malen). Rein hypothetisch würde ich Veganerin werden und jeden Tag mit einer Morgenroutine beginnen, die Yoga und Tanz beinhaltet. Rein hypothetisch würde ich gerne um halb sechs in der Früh aufstehen, um produktiv in den Tag zu starten. Ich würde mir einen Hund und ein Wasserbett kaufen. Rein hypothetisch würde ich meine Ausbildung an den Nagel hängen und auf die CHF 10'000.- scheissen, die ich dafür ausgegeben habe". Und da, wo das herkommt, gibt es noch ganz viel weiteres an "rein hypothetischem. 

Diese Liste wiederspiegelt aktuell meine inneren Wünsche und Bedürfnisse. Jedoch sind viele nicht umsetzbar. Sei es jetzt wegen mangelndem Geld, Skills, Zeit, Motivation oder anderen Rahmenbedingungen wie beispielsweise das gesellschaftliche Denken oder der Druck. Druck von aussen. Druck von mir selbst.  



Anderes wiederum denke ich, könnte man vielleicht doch angehen. Vielleicht müsste ich einfach auf was anderes verzichten, mein Leben oder meine Einstellung dazu etwas umkrempeln. 

Denn rein hypothetisch gefällt mir die hypothetische Angelina besser als die, die ich aktuell bin und ich beneide sie um ihre Freiheiten und um ihre "I don't give a fuck" Attitude. Etwas mehr von dieser Welt in meine reale Welt zu holen, sollte machbar sein. Verdammt, je nach Glaubensrichtung leben wir nur ein einziges mal und die Dauer dessen ist eine Unbekannte. 

Also sollten wir uns alle öfters fragen: "Rein hypothetisch, was würde ich tun?" und dann sollte man sich fragen "ganz reell, kann ich das umsetzen? Bin ich bereit dafür?".

Yass ma'am, I am!


02.11.18

IHN AUS MEINEM INSTA-FEED LÖSCHEN?


"Du hast da noch alte Fotos...", das 'von euch' sprach er dabei nicht mehr aus. War auch unnötig. Ich wusste, worauf er hinaus wollte, als er meinen Insta-feed durchscrollte. Es klang, als hätte er soeben einen Pickel in meinem Gesicht entdeckt. 

"Ja, ich weiss. Und?", fragte ich leicht verletzt oder war ich gar genervt? Ich kann's noch nicht mal genau einordnen. 

Es kam keine Antwort mehr seinerseits. 

Aus irgendeinem Grund hatte ich das Bedürfnis, mich zu erklären. Mich zu rechtfertigen. Und dieses Bedürfnis habe ich noch immer, denn es war nicht das erste mal, dass ich mit dieser Situation konfrontiert wurde und ich denke, es wird auch nicht das letzte mal sein. 

Für mich stellen sich dabei viele Fragen. Wieso etwas löschen, was zu meinen Leben gehört? (und ich benutze hier bewusst nicht die Vergangenheitsform).  Wieso so tun, als hätte es diesen Teil und diesen Menschen nie in meinem Leben gegeben? Wieso so tun, als würde ich vergessen (wollen)? Weshalb Erinnerungen verdrängen? Wieso "aufräumen"?

Mir ist bewusst, dass ich mit dem Entscheid, all unsere gemeinsamen Bilder, da zu lassen, wo sie sind, ziemlich in der Minderheit bin. Dass viele das nicht nachvollziehen können und viele als einer der ersten Amtshandlungen nach der Trennung die Social-Media-Säuberung vornehmen. Dies gehört bei vielen wahrscheinlich zum Verarbeitungsprozess dazu und macht das ganze einfacher um Abschliessen zu können. Das sind nur Vermutungen.  

Hat er unsere Bilder gelöscht? Ja. 
Hat es mich verletzt? Ja! 

Ich werde ihn dafür aber nicht verurteilen, da ich gar kein Recht dazu habe. Ein Teil in mir behauptet sogar, es so verdient zu haben. Ich habe es definitiv verdient. Wie gesagt, bin ich mir bewusst, dass ich mit meiner Einstellung zum ganzen bzw. meiner Handhabung eher untypisch bin. Ich bin auch in einer anderen Position. Deshalb ist das vollkommen okay. 

Es ist richtig, dass ich die Erinnerungen Zuhause fein säuberlich in eine Kiste gepackt habe - zumindest 98 % davon. Jedoch empfinde ich gerade Instagram als eine Art bildhaftes Tagebuch. Ein Sammelsurium an Vergangenem, denn es wiederspiegelt immer und zu jedem Zeitpunkt nur die Vergangenheit (ausser man geht live, aber wer geht schon live ,-D). Instagram ist für mich rein persönlich ein Blick auf meine Geschichte. Mein Diary und da würde ich nie irgendwelche Seiten rausreissen wollen. Es verfälscht den Inhalt. 

Ich werde die Bilder, die ich damals wie heute von uns mochte, nicht löschen. Sie gehören zu mir. Sie sind ein Teil von mir, meiner Entwicklung und meiner Persönlichkeit. Ich möchte nicht vergessen, verstecken oder leugnen. Es bleibt. Auch wenn es weh tut, die Bilder zu betrachten. Aber sie bleiben. Vorerst, weil ich sie noch brauche, weil es meine persönliche Art ist, damit umzugehen.

31.10.18

"MAN MUSS SICH ERST VERLIEREN...




... um sich wieder selbst zu finden." 

Ahja. Klingt ja sehr hilfreich..und vor allem, wie zum Henker soll man das denn bitteschön anstellen? Sich selbst zu verlieren? Sich dann wieder finden? Like "Hallo? Na wo bin ich denn? Ah hier bin ich ja." Gut und damit ist das Thema verlieren und wieder finden meiner Person erledigt? Ende gut, alles gut? Wohl kaum. 


Diese Gedanken ratterten mir gerade durch den Kopf als mein guter alter Freund Peter mir diesen weisen Rat gab. Dementsprechend war auch mein Gesichtsausdruck, welchen er zu interpretieren wusste. 

"Nein ich meins ernst! Vielleicht musst du mal ein paar wirklich verrückte Dinge tun, die eigentlich gar nicht deiner Person entsprechen. Vielleicht stellst du fest, dass es doch was ist, was dir gut tut oder du findest wieder zurück und erkennst deine Grenzen. Auf jeden Fall musst du jetzt mal was wagen. Aus deiner Komfortzone ausbrechen. Finde heraus, wer du bist."

Ahja. Und wieder war ich dabei mir zu denken, dass das ja alles sehr gut klinge, ich nur beim besten Willen keine Ahnung habe, wie ich das ganze anstellen soll. 


Weiss ich immer noch nicht. Ich beginne aber jetzt mal mit Yoga. Ist aus meiner Komfortzone, habe ich früher immer belächelt und es ist was verrücktes, was ich eig. nicht unbedingt tun würde. Aber mal gucken. Habe heute meine erste Stunde. 

Und was auch absolut untypisch ist. Ich bleibe an Halloween Zuhause. Gabs seit Jahren nicht mehr. Ich werde mich weder schminken, noch irgendwas zu dem Thema machen. Stattdessen habe ich mir vorgenommen heute ins Yoga zu gehen und danach etwas zu backen. Das habe ich nämlich früher immer gemacht. Keine Ahnung, weshalb ich damit aufgehört habe. 

In diesem Sinne, verliert euch nicht. Und sonst passt auf, dass ihr euch selbst wiederfindet. ,-D

Eure Lina. 


15.10.18

WENN ETWAS ZU ENDE GEHT...


L
aufe nicht der Vergangenheit nach
und verliere dich nicht in der Zukunft.
Die Vergangenheit ist nicht mehr. 
Die Zukunft ist noch nicht gekommen. 
Das Leben ist hier und JETZT. 
[Gautama Buddha]
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Es gibt Menschen die trinken, es gibt Menschen die verkriechen sich, es gibt Menschen die investieren Geld in Therapien, es gibt Menschen die vergiessen tagelang Tränen und dann gibt es noch Menschen wie mich, die darüber schreiben um Verarbeiten zu können (die Therapien- und Tränenphase habe ich nämlich schon hinter mich gebracht und lasst mich gesagt haben, es war hässlich, aber dennoch wichtig). 

Sprüche wie "geht eine Türe zu, geht eine andere auf" und "Gott hat einen Plan mit dir" sind im Moment die Strohhalme, an die ich mich klammer, was paradox ist, da ich die Situation, in der ich mich befinde, selbst bestimmend hervorgerufen habe. Ich habe mich darein manövriert. Ich wollte das. Ich war mir sicher. Ich bin mir sicher. 

Liebe allein reicht nicht. Das ist die bittere, undiskutable, vollkommene Wahrheit. Liebe reicht um zu kämpfen. Liebe reicht um nicht aufzugeben, aber Liebe allein reicht nicht um für immer zu bleiben. Diese Erkenntnis tut weh und sie kommt nicht von heut auf morgen. Sie kommt langsam und rollt dir vielleicht Nachts oder bei der Arbeit auf der Toilette eingesperrt als Träne getarnt über die Wange. Das ist okay. Alles ist okay, solange du dir selbst treu bleibst. 

Ich liebe mich. Das war weiss Gott nicht immer so und ich arbeite immer noch daran. Vor allem wenn ich wieder mal eine ganze Chipstüte verputzt habe. Aber es ist eines der besten und wichtigsten Dinge, die ich während meiner Trennung gelernt habe. Mich selbst zu lieben. Selbstliebe zu empfinden. Nichts weiter als das. Simpel und doch so verdammt schwer. Die vielleicht schwierigste Beziehung, aber definitiv die elementarste. 

Mich selbst zu lieben, bedeutet ein Leben lang geliebt zu werden, von dem wichtigsten Menschen in meinem Leben. Mich. Wer denkt, dass das egoistisch oder überheblich klingt, hat bis jetzt die Aussage einfach nicht verstanden. 

Das wirkt jetzt vielleicht alles so einfach, so abgebrüht, so abgeklärt. Ist es auch. Ist es, weil es mir damit gut geht. So gut, wie es einem eben gehen kann, wenn man acht Jahre in Kisten verpackt. Ist es, weil man akzeptiert, einen Kampf verloren zu haben und dass das okay ist. Das es kein Versagen ist. Es ist eine Geschichte, die zu Ende geschrieben wurde und offen lässt, ob es vielleicht irgendwann einen weiteren Teil davon geben mag. Aber auch wenn nicht, ist die Geschichte so abgeschlossen und vollständig. Sie kann für sich alleine stehen. Sie ist voll mit wunderschönen Erinnerungen, Emotionen und Erlebnissen. Es ist die Geschichte meiner ersten grossen und echten Liebe. Von zwei Menschen, die alles getan haben, wie es ihnen in der jeweiligen Situation nur möglich war. Die immer nur das Beste füreinander wollten. Die immer für einander da waren. Die sich gegenseitig haben wachsen lassen und dem anderen dabei geholfen haben zu wachsen. Das lasse ich mir von niemandem kaputt reden. Alle anderen wissen es eh immer besser. Alle anderen sind in diesem Punkt aber einfach nur irrelevant und egal, weil sie anders fühlen, anders empfinden, anders denken. Niemand ist gleich. Jeder lebt sein Leben. Das macht uns individuell. Das macht das ganze aber auch so verdammt kompliziert. 

Niemals würde ich dich hassen. Niemals würde ich dir was vorwerfen. Wir haben alles gegeben. Scheitern ist okay. Scheitern macht uns stärker. Ich hoffe, dass du mir irgendwann verzeihen kannst. Ich habe uns verziehen. 

09.10.18

FIRST TIME CLUBBIN WITH A BUZZCUT

Kili, mein bester Freund

Heute gibt's einen ersten Erfahrungsbericht zum Thema "Ausgehen mit einem Buzzcut". 

Generell lässt sich sagen, dass ich einiges interessanter für meine Umgebung geworden bin. Ob das jetzt immer positiv ist, wage ich jetzt einfach mal zu bezweifeln aber to be honest, man zieht Aufmerksamkeit auf sich, wenn man als Frau mit einer Haarlänge rumläuft, die teilweise kürzer als die Schambehaarung einiger Mitmenschen ist. #fact

Als ich vorletzten Samstag so vor dem Spiegel stand und meine Contu setzte, war ich schon etwas aufgeregt, denn es sollte der erste Abend sein, in dem ich meinen neuen Look in einem St. Galler Club ausführen wollte. Deswegen habe ich auch extra noch etwas mehr Contu-Puder unterm Wangenknochen gesetzt. Nur um sicher zu gehen, dass meine Bowlingkugel nicht zu rund ausschaut. Den Lippenstift habe ich bewusst dunkel gewählt, weil mir der etwas mystische, maskuline, 90ies-Look mit der neuen Frisur ziemlich gefällt. 

Beim Outfit war ich dann aber wieder sehr schlicht. Wer mit viel Bling Bling und einem Buzzcut rumläuft, sollte vielleicht irgendwo anders etwas dezent bleiben - so zumindest meine Meinung. The more, the better bleibt hier ausnahmsweise mal aus.  

Im Club angekommen habe ich mich überraschenderweise direkt wohl gefühlt. 

Bevor wir zum Fazit kommen, hier einige Pros zum Look in Sachen Clubbing:

+ Egal wie viel Lipgloss und Headbanging, es kommt zu keinem Meet & Greet von Gloss und Haaren. Girls, ihr wisst, von was ich rede. 

+ Egal wie heiss, egal wie viel du dich bewegst, egal ob die Klimaanlage den Geist aufgibt, dein Nacken, deine Kopfhaut bleiben fresh und falls du doch mal einen erhitzen Kopf haben solltest

+ kannst du dich direkt auf dem Klo abkühlen. Hände nass machen und ab auf den Kopf. Goldwert!

Fazit:
Ich wurde öfters angesprochen als sonst und dies IMMER im Zusammenhang mit meiner Frisur. Die Meinungen waren alle durchwegs positiv und von Männern wie Frauen vorhanden. Ich hatte einige "queen" Momente. ,-D. 

Bei den Männern folgte das Feedback meistens hinter der Anfangsfloskel "eigentlich stehe ich ja nicht auf Frauen mit kurzen Haaren, aber..."
Von den Frauen war das Feedback mehr im Sinne von "mutig, dass du dich das getraut hast". 

Dazu kommt, dass einfach jeder deine Haare anfassen möchte. Auch Männer, die selbst einen Millimeterschnitt tragen...(ich glaube, man muss nicht immer alles verstehen auf dieser Welt). 

Clubben mit einem Buzzcut ist bis auf einige Annehmlichkeiten mehr, aber genau gleich, wie mit langen oder mittellangen Haaren. Man steht aber definitiv mehr im Fokus, was bei durchwegs positiver Meinung sehr angenehm sein kann. 

Somit noch einen schönen Tag
Eure Lina.

28.09.18

KLUGSCHEISSEN - ABER IMMERHIN GUT!


Heute habe ich mal nen ganz kitschigen Spruch, aber ich muss ihn einfach mit euch teilen! Wo ich ihn gefunden habe (oder eher, wo er mich gefunden hat)? Guilty, ich habe einen ebenso kitschigen Kalender mit Japanischen Weisheiten. Wehe es lacht jetzt jemand! 

Und heute stand da:

Der Tag, an dem du
einen Entschluss fasst,
ist ein GLÜCKSTAG.

Damn, that's deep! Aber verdammt, so was von korrekt und genau das, was ich gebraucht habe. Nen Tritt in Hintern. Ich hoffe, ich konnte einige von euch damit ebenfalls beflügeln. 

Somit... habt n schönes Weekend 

Eure Lina. 

12.09.18

SHE HAS A BUZZCUT!

Uuuups. Ja, wasn da passiert?

Sagen wir so viel: Die Info dazu hätte man vor etwas längerer Zeit schon auf meinem Inta-Account entnehmen können (damit will ich sagen, folgt mir verdammt nochmal ,-D - LinaInaa_ mein Name).

Um vorab einige Fragen zu kären:
- Wieso habe ich das gemacht? Ich hatte Bock und der Zeitpunkt war günstig, da ich ja eh schon kurze Haare hatte. 
- Thats it? Jap. 
- Aber mit deinem Freund bist du noch zusammen? Ja. Ich mache keinen Wandel durch, oder habe mich getrennt, oder habe das Ufer gewechselt oder eine psychische Down-Phase. Wie gesagt, ich wollte einfach ne neue Frisur und das Spitzenschneiden ist n bisschen zu krass ausgeartet. 

Bock das Video zu sehen, als ich sie mir abrasiert habe?