18.06.12

Schwerelos



Wo soll sie anfangen?
Dass sie ein Mädchen mit einer verfluchten Vergangenheit ist? Nur schlechte Erfahrungen mit Männern sammeln durfte? Oder einfach damit, dass sie ein gestörtes Resultat von alle dem ist?
Sie macht sich Gedanken. Sehr viele. Zu viele. Gedanken über Dinge, die sie nicht sollte und die sie fertig machen. Seit nun mehr als einer kleinen Ewigkeit fragt sie sich, was sie überhaupt noch ist? Was sie für ihn ist? Eine Freundin? Seine Freundin? Ein Anhängsel? Eine nervende Klette? Eine Bekannte?
Rein Garnichts?
Fühlt sie sich geliebt? In seine Welt integriert? Als ein Teil davon? Was war sie die letzten Tage und Wochen? Sie fühlte sich unsichtbar und allein. Sie fühlte sich verlassen und von jeglichem Interesse befreit. Eventuell hat sie irgendeine Veränderung übersehen, nicht mitgekriegt, schlicht und einfach verpasst. Doch eines ist klar, mit diesem Umstand kann sie weder umgehen noch ihn akzeptieren.
Sachen werden selbstverständlich, das ist ihr bewusst, doch sie verabscheut es. Wieso glaubt sie, nicht das Gleiche zu erhalten wie sie selbst gibt. Nicht zu ernten, was sie sät? Liegt es an ihr? Erwartet sie vielleicht zu viel? Doch ist es nicht genau das, was sie darf. Ist es doch ihr Leben, welches sie frei gestalten darf? Fragen, die sie langsam zerreissen, erhält sie nicht binnen eine erlösende Aufklärung der Dinge. Sie will doch im Grunde nur eines, solche Gefühle zu erfahren, wie sie selbst empfindet. An der oberen Spitze seiner Interessen zu stehen. 
Verlangt sie zu viel?


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