20.02.18

IN DER LUFT HÄNGEND

Ich sollte diesen Text nicht schreiben. Nicht wenn es nach gewissen Meinungen anderer geht. Schlussendlich geht es aber um mich. Mein Leben. Meine Meinung. Meine Einstellung und meine Möglichkeit, mit den Dingen umzugehen. Im Endeffekt hat da niemand reinzureden. Im Endeffekt sollte es jedem egal sein, dem ich was bedeute. Denn das bedeutet, dass man Verständnis und Freiheiten zulässt. Das ist Liebe. Bedingungslose Liebe. Und ehrlich, manchmal muss man auch einfach egoistisch sein und die möglichen Konsequenzen so hinnehmen. 

Es ist Valentinstag und für gewisse Individuen ist dieser Tag ein Tag wie jeder andere. Für andere ein Tag zum Feiern. Für wenige ein Tag sich zu verkriechen. Wer mich kennt, würde mich zur mittleren Gruppe zählen. Da gehörte ich bis vor einem Jahr auch noch hin. Heute reihe ich mich in die letzte ein - und dies obwohl ich nicht single bin. 

Vor fast einem Jahr wurde ich zum zweiten mal so richtig auf den Boden geknallt. Mit allem, was ich hatte. Mit allem, was ich bin. Alles, was ich zu geben hatte, wurde mir genommen. Alles, was ich bereit war aufzugeben, alles wofür ich jahrelang eingestanden bin und gekämpft hatte. Meine Vergangenheit wurde auf einmal zu einem Haufen Schmerz der Erinnerungen, die Gegenwart zu einem Ort, den ich nicht zu überleben glaubte und die Zukunft wurde gänzlich ausgelöscht. Einfach so. Alle Träume, alle Wünsche, alles, was ich als kleines Mädchen für mich erhofft hatte. Weil jemand egoistisch war und ich konnte nichts dagegen tun. Ich konnte es nur über mich ergehen lassen. Hoffen, dass es irgendwann besser wird. Hoffen, dass ich es ein zweites mal da raus schaffe. Hoffen, dass ich irgendwann auf die Frage, wie es mir ginge, wieder ehrlich mit einem "gut" antworten kann. Hoffen, auf alles, was ich soeben verloren hatte. 

Ich hoffe nun seit fast einem Jahr. Es wurde besser. Jeder würde sagen, es wurde besser. Ich dachte selbst, dass es das tat. Aber ich stelle nun fest, dass nichts besser wurde, ausser mein eigenes Können, die Dinge zu überspielen und mir selbst was vorzuspielen. Witzig nicht? Ich fühle mich verarscht. Von den letzten fast acht Jahren, von mir selbst und von dem Helden, der immer ein Held für mich war und ich nie geglaubt hätte, dass sich diese Ansicht ändern könnte. Niemals. Nie!





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